Concordia Moldawien PDF Drucken E-Mail

 Ein Transport mit vielen Vorbereitungen

„Es wär a verruckt lässige Sach, wenn ihr do mitmacha tätan!“ Mit diesen Worten motivierte Jose Oberhauser zahlreiche Schüler des BORG-Götzis für die Schulmöbelaktion nach Moldawien.

Direktor Helmut Fend stellte uns zur Ausführung dieses Projektes die letzte Schulwoche zur Verfügung, ebenso wie die alten Schulmöbel. Das hieß für uns 50 Tische vom Keller unserer Schule in das Erdgeschoss zu befördern. Jose hatte inzwischen eines der zahlreichen Hindernisse bewältigt und einen passenden Hobel (in dieser Größe schwer aufzutreiben) bei der Firma Amann-Torbau gefunden. Diese Firma überließ uns auch ihren LKW und einige Räumlichkeiten ihrer Werkstatt. Der Seniorchef Alois stellte sich zusätzlich als LKW-Fahrer in den Dienst der Sache. Die Firma Mayer Holzbau hat uns Band- und Schwingschleifer zur Verfügung gestellt. Nun begann für uns die Zeit des Hobelns, Schleifens und Lackierens, natürlich mit fachkundiger Unterstützung unseres Schulwartes Willi Märker. Einige Schüler hatten auch die Aufgabe, Sponsoren zu suchen. Nach mehreren Tagen harter Arbeit konnte sich das Ergebnis durchaus sehen lassen: die alten, zerkratzten Schulbänke sahen aus wie neu.

Glücklich und stolz auf unsere gelungene Arbeit starteten wir in die Sommerferien.

Der Transport

Jetzt galt es, den Transport vorzubereiten.

 

Den von Karl Heinz Zimmermann (Formel 1 Catering) über Vermittlung von Kurt Berchtold kostenlos zur Verfügung gestellten Mercedes-LKW haben wir am Donnerstag, den 16. September zuerst mit 47 Schultischen und 94 Stühlen beladen. Von Walter Waibel erhielten wir kostenlos 35 Kartons (!) Winterbekleidung, damit konnten wir die Hohlräume füllen. Die Firma elograph spendierte einen Karton mit Stofftieren und schließlich hat die BORG-Werkstatt Schulhefte, Malstifte, Malkästen, Wachsmalkreiden und Pinsel im Wert von 800 Euro beigesteuert.

Am Freitag wurde der LKW in Feldkirch verzollt und verplombt, dem Transport stand nichts mehr im Wege.

Die Abfahrt erfolgte am Dienstag, dem 21. September um 18.30 Uhr. Wir haben am Donnerstagmittag Moldawien erreicht, sind zuerst in Chisinau von Ruth Zenkert und dann in Pirita vom dortigen Bürgermeister, vom Direktor der Schule und von einer Vertreterin der Moldawischen Regierung sehr herzlich empfangen worden. Wir wurden durch die Schule geführt, im Festsaal von Schülern, Lehrern und Eltern mit vorbereitetem Programm begrüßt und schließlich mit örtlichen Spezialitäten verwöhnt. Die Nacht haben wir in Chisinau verbracht. Am Freitagvormittag sind dann Michael, Markus und ich noch einmal nach Pirita gefahren, um die im Bau befindliche „Stadt der Kinder“ fotografisch und filmisch zu dokumentieren. Danach haben wir die Heimreise angetreten und sind am Sonntag gegen 2.30 Uhr, nach rund 4200 Kilometern müde, aber tief beeindruckt in Götzis angekommen.

Mein großes Dankeschön gilt allen, die uns in irgendeiner Weise unterstützt haben. Den vielen Firmen und Privatpersonen aus Götzis und Umgebung für die Übernahme von Bankpatenschaften, der Firma Walter Waibel und der Firma elograph, der Firma Amann Torbau und persönlich Alois Amann, der Firma Mayer Holzbau, Karl Heinz Zimmermann, dem BORG-Direktor Helmut Fend, Willi Märker, Helmut Gaßner, Dr. Hans Karl Berchtold, Gerhard Hagen vom Amt der Vorarlberger Landesregierung und der Marktgemeinde Götzis.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei den engagierten BORG-Schülerinnen und Schüler, für ihre zur Verfügung gestellte Zeit und Solidarität. Sie haben den Kern für diese Aktion geschaffen.

Mein letzter Dank gilt dem Transportteam: Kurt Berchtold, Hubert Sohm und Tanja Walser von der Firma Huber-Tricot, Daniela Strauss, Michael Oberhauser und Markus Gumilar. Ohne euer Mittun hätten wir diese tolle Initiative nicht erfolgreich abschließen können.